| |
 |
Bereits aus der Jungsteinzeit, also etwas 2000 J. v. Chr., stammen
die ersten Siedlungsspuren auf dem "Hölzli". Die archäologische
Fundstelle "Klosterrüttenen" markiert den nordwestlichen
Rand eines dichten Fundgebietes. Ziegel aus römischer Zeit lassen
auf Villen und Einzelhöfe schliessen, die im 1. Jahrhundert n. Chr.
ausserhalb von Augusta Raurica in dieser reizvollen Landschaft erbaut
wurden.
Zur dauernd bewohnten Siedlung wurde Olsberg erst im 8. oder 9. Jahrhundert;
es erscheint als "Olsperg" 1236 erstmals urkundlich im Zusammenhang
mit der Gründung des Zisterzienserinnenklosters Hortus Dei. Der nördlich
des Violenbach gelegene Dorfteil gehörte vom 10. Jahrhundert an zur
Grafschaft Rheinfelden und damit später zu Vorderösterreich.
Die Häuser am südlichen Ufer, seit dem Frühmittelalter
Teil des Sisgaus, gingen 1461 an die Stadt Basel über. Die österreichische
Herrschaft dauerte nahezu 500 Jahre, nämlich bis 1801, als das Fricktal
unter Napoleon an Frankreich fiel. Ein Jahr später wurde es ein eigener
Kanton der helvetischen Republik und wieder ein Jahr später, 1803,
erfolgte die Zuteilung an den neu gegründeten Kanton Aargau.
Noch heute ist Olsberg zweigeteilt: der Violenbach als Kantonsgrenze zwischen
Aargau und Baselland trennt die politisch selbstständige Gemeinde
Olsberg - das "Dörfli" - vom "Ländli", das
seit 1860 politisch zur Baselbieter Gemeinde Arisdorf gehört. Durch
einen Regierungsratbeschluss des Kantons Baselland im Jahr 1883 blieb
jedoch die Bürgergemeinde "Basel Olsberg" bestehen.
Stift Olsberg (ehemaliges Kloster)
|
|