Öffnungszeiten

Die Mitarbeiterinnen der Gemeinde-verwaltung sind von Montag bis Freitag jeweils von 9.00 - 11.30 Uhr und 14.00 - 16.30 Uhr telefonisch erreichbar. Am Mittwochnachmittag bleibt die Gemeindeverwaltung geschlossen.

 

Gemeindeschreiberin, Kanzlei, Bestattungsamt

Tel. 061 841 13 63

Fax 061 843 94 63

christine.leuenberger(at)olsberg.ch

 

Schalterstunde: Freitag

09:00 Uhr - 11:30 Uhr

 

Finanzverwaltung, Steueramt, AHV-Zweigstelle

Tel. 061 841 13 63

Fax 061 843 94 63

lotti.buergi(at)olsberg.ch

 

Schalterstunde: Donnerstag

09:00 Uhr - 11:30 Uhr

 

 

Einwohnerdienste, Kanzlei

Tel. 061 841 13 63

Fax 061 843 94 63

andrea.mueller(at)olsberg.ch

 

Schalterstunde: Dienstag

17:00 Uhr - 18:30 Uhr


Leben im Dorf

Mit rund 350 Einwohnern ist Olsberg die kleinste Gemeinde im Bezirk Rheinfelden, Kanton Aargau. Das Gemeindegebiet umfasst 468 Hektaren. Davon sind 286 ha Wald. Von der Bauzone im Dorf sind 15 ha bebaut, 4.5 ha noch unbebaut. Ein Teil der Bauernhäuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert im Dorfkern sind um- und angebaut und mit zeitgemässem Komfort ausgestattet worden, vor allem aber sind am sonnigen Südhang viele Einfamilienhäuser entstanden. Insgesamt bietet sich ein immer noch dörfliches Bild in einer ausgesprochen schönen Wohnlage.Zentrale Einrichtungen wie Kindergarten und Primarschule sowie ein eigenes Gemeindezentrum mit Gemeindeverwaltung, Saal, Feuerwehr, Zivilschutzanlage und Gemeindewerk bestehen im Dorf. Post und Dorflädeli sind vor einigen Jahren leider verschwunden und müssen in den Nachbardörfern, z.B. Magden oder Kaiseraugst, aufgesucht werden.
Zwischenmenschliche Beziehungen lassen sich jedoch bei verschiedensten Dorfanlässen und in den Vereinen knüpfen.

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Das Ländli

Aussergewöhnlich ist, dass zu dem ursprünglich einheitlich zum Kloster gehörenden Dorf Olsberg die Geschichte zwei Dorfteile gemacht hat.
Während im 14. Jahrhundert das "Dörfli" (das heutige Aargau-Olsberg) österreichisch wurde, verblieb der Dorfteil auf der linken Seite des Violenbachs – das "Ländli" – im Sisgau und gehört heute zum Kanton Baselland. Lange Zeit war das Ländli mit seinen ca 7 Häusern eine selbständige Gemeinde, bis es 1860 der Nachbargemeinde Arisdorf angegliedert wurde.
Bestehen blieb durch den Regierungsratsbeschluss von 1883 die Bürgergemeinde Basel-Olsberg. Sie verwaltet den Wald und das Landwirtschaftsland, welches ihr bei der Aufhebung des Klosters (1805) zugeteilt worden war. Denn trotz der politischen Trennung blieb die vom Kloster ausgegangene wirtschaftliche Verflechtung des ganzen Gebiets links und rechts des Violenbachs bis heute bestehen.

Lage

Olsberg liegt in der Randzone zwischen den Kantonen Aargau und Baselland und lädt sowohl als Erholungsgebiet wie auch zum Wohnen ein. Das Dorf liegt im westlichsten Teil des Fricktales, ungefähr 20 Autominuten von Basel entfernt aber abseits grosser Durchgangsstrassen im Violental. Dieses zieht sich von Giebenach her gegen Osten hin und zuletzt nach Süden zur Sennweid. Die sanften Hünge ringsum sind mit Kirschbäumen übersät, dazwischen reihen sich Obstanlagen, liegen Felder, Wiesen und Wälder. Die einmalige Lage zieht Spaziergänger, Wanderer, Velofahrer und Reiter an.

Von den Höhen oberhalb der Sennweid reicht der Blick im Westen über die Stadt Basel bis zu den Vogesen, im Norden zu den Höhenzügen des Schwarzwaldes, im Osten und Süden ziehen sich die Ausläufer des Tafeljuras hin.

Wandervorschlag: Auf dem öffentlichen Parkplatz beim Kloster parkieren. Ueberquerung des Violenbaches und Aufstieg am Waldrand bis zur Anhöhe, dann auf der Krete Richtung Sennweid (J
ürg Jennys Raubtiere) und von dort Richtung Dornhof. Vor dem Dornhof links bis zum Hölzli, anschliessend zurück zum Kloster. Der Weg ist kinderwagentauglich.

Solsberg-Festival

www.solsberg.ch

 

 


Historisches

Bereits aus der Jungsteinzeit, also etwa 2000 J. v. Chr., stammen die ersten Siedlungsspuren auf dem "Hölzli". Die archäologische Fundstelle "Klosterrüttenen" markiert den nordwestlichen Rand eines dichten Fundgebietes. Ziegel aus römischer Zeit lassen auf Villen und Einzelhöfe schliessen, die im 1. Jahrhundert n. Chr. ausserhalb von Augusta Raurica in dieser reizvollen Landschaft erbaut wurden.

Zur dauernd bewohnten Siedlung wurde Olsberg erst im 8. oder 9. Jahrhundert; es erscheint als "Olsperg" 1236 erstmals urkundlich im Zusammenhang mit der Gründung des Zisterzienserinnenklosters Hortus Dei. Der nördlich des Violenbach gelegene Dorfteil gehörte vom 10. Jahrhundert an zur Grafschaft Rheinfelden und damit später zu Vorderösterreich. Die Häuser am südlichen Ufer, seit dem Frühmittelalter Teil des Sisgaus, gingen 1461 an die Stadt Basel über. Die österreichische Herrschaft dauerte nahezu 500 Jahre, nämlich bis 1801, als das Fricktal unter Napoleon an Frankreich fiel. Ein Jahr später wurde es ein eigener Kanton der helvetischen Republik und wieder ein Jahr später, 1803, erfolgte die Zuteilung an den neu gegründeten Kanton Aargau.

Noch heute ist Olsberg zweigeteilt: der Violenbach als Kantonsgrenze zwischen Aargau und Baselland trennt die politisch selbstständige Gemeinde Olsberg - das "Dörfli" - vom Ländli das seit 1860 politisch zur Baselbieter Gemeinde Arisdorf gehört. Durch einen Regierungsratbeschluss des Kantons Baselland im Jahr 1883 blieb jedoch die Bürgergemeinde "Basel Olsberg" bestehen.

Demografisches

Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren stabil geblieben; per 31.12.2015 zählte Olsberg 356 Einwohner. Anteilmässig decken die Männer und Frauen im erwerbsfähigen Alter ca. 60% der Bevölkerung ab. Kinder und Jugendliche machen etwa 13% aus, und die Einwohner im AHV-Alter bilden ca. 27 %. Die Gefahr einer Überalterung der Einwohnerschaft ist vorhanden, daher wird der Wunsch lauter, dass Familien mit Kindern ins Dorf ziehen.

Das "Dorf" Olsberg unter vorderösterreichischer Herrschaft blieb in der Reformationszeit katholisch. 1872 trat die gesamte Gemeinde zum Christkatholizismus über. Heute sind noch ca. 7 % der Einwohner christkatholisch. 33  % der Einwohner sind reformiert; sie werden von der Pfarrei Magden betreut. 15 % sind römisch-katholisch und gehören zur Pfarrei Rheinfelden/Magden/Olsberg.

Die denkmalgeschützte Klosteranlage gehört dem Kanton Aargau. Sie beherbergt ein Schulheim, die Staatliche Pestalozzistiftung, mehrere Wohnungen sowie einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Die Klosterkirche wird von allen drei Landeskirchen benützt. Das ehemalige Pfarrhaus neben der Kirche dient heute als Begegnungszentrum der christkatholischen Landeskirche.

 

Die Einwohnerzahl hat sich folgendermassen entwickelt:

Jahr

Einwohnerzahl

2006

359

2007

350

2008

358

2009

353

2010

365

2011

369

2012

356

2013

361

2014

369

2015

356

Verkehr

Olsberg liegt in der Nähe grösserer Verkehrsachsen (Bahnlinie Basel–Zürich oder Basel–Olten; Autobahn A2, Ausfahrten Arisdorf und Pratteln/Augst; Autobahn A3, Ausfahrt Rheinfelden). Der Anschluss an die Bahnlinien ist werktags via Magden nach Rheinfelden oder Gelterkinden gegeben. Die Postautokurse der Linie 100a Magden–Olsberg–Giebenach sind vor allem nach den Bedürfnissen der Schüler ausgerichtet.

Für die Sonntage muss ein Taxidienst in Rheinfelden beansprucht werden (Taxi Von Burg Bryner: 061 831 66 66). Die abendliche Heimkehr heranwachsender Jugendlicher, die für Weiterbildung, Sport und Unterhaltung das Dorf verlassen, ist privat zu bewerkstelligen; nach 19.30 Uhr fährt kein Bus mehr. Die Stadt Basel ist 20 km von Olsberg entfernt, mit dem Privatfahrzeug also schnell und bequem zu erreichen.

Sportliche Jugendliche oder Junggebliebene bewältigen die Strecke nach Magden, Rheinfelden oder Kaiseraugst mit dem Velo.